In dieser Woche ist es soweit, Klassik am Meer geht in die nächste Spielzeit! Unter neuer Leitung von Swentja Krumscheidt und Matti Schmidt-Schaller findet Klassik am Meer mit dem Theatersommer in Koserow seine Fortsetzung!
Ziel des neuen Vorstandes ist es, an die Tradition anzuknüpfen und mit neuen frischen Stücken zahlreiche Theatergänger zu begeistern! Namenhafte und ausgebildete Schauspieler und Schauspielerinnen in der Koserower Kirche - ein Konzept, welches auch in 2026 fortgeführt wird. So sind auf der Bühne zu sehen:
Matti Schmidt-Schaller, bekannt aus TV-Formaten wie SOKO, Zwei Frauen für alle Felle
Maximilian Claus, bekannt aus TV-Formaten wie SOKO, Unter uns, etc. sowie vom Theater, u.a. Vorpommersche Landesbühne
zahlreiche Schauspielkollegen, die in der Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz ausgebildet worden bzw. arbeiten : Paul Gräntzel, Katha Boutsaktsi, Momo Böhnke, Irma Trommer u.v.m.
In dieser Woche feiert das Stück Kasimir und Karoline Premiere. Für Donnerstag und Freitag können noch Tickets erworben werden. Online unter Klassik am Meer, in der Kurverwaltung Koserow und weiteren deutschlandweiten Vorverkaufsstellen.
„Glaube Liebe Hoffnung“ begeht in der kommenden Woche Premiere. Auch hier sind noch Tickets verfügbar.
Hintergrund zu den Theaterstücken:
Kasimir und Karoline: Ein Volksfest. Musik, Lichter, Bierzelte – und mittendrin ein junges Paar, das plötzlich merkt, wie sehr äußere Umstände eine Beziehung ins Wanken bringen können. Kasimir hat seine Arbeit verloren, Karoline möchte trotzdem das Leben genießen. Was als gemeinsamer Wiesn-Abend beginnt, entwickelt sich zu einem schmerzhaft-komischen Beziehungsdrama. Horváth zeichnet ein Panorama aus Typen und Begegnungen: Aufsteiger, Mitläufer, Träumerinnen, Zyniker. Die Szenen sind voller Wortwitz, situativer Komik und scharf beobachteter Alltagsabsurditäten. Man lacht – und erschrickt zugleich darüber, wie nah diese Figuren unserer Gegenwart sind. Zwischen Volksfesttrubel und existenzieller Unsicherheit entfaltet sich eine Geschichte über Liebe, Stolz und soziale Realität. Humor und Melancholie gehen dabei Hand in Hand – leichtfüßig erzählt und doch von großer Tiefe.
In Glaube Liebe Hoffnung erzählen Ödön von Horváth und Lukas Kristl die Geschichte der jungen Elisabeth, die verzweifelt versucht, in einer Welt aus Vorschriften, Bürokratie und sozialer Kälte zu bestehen. Arbeitslos und ohne Perspektive gerät sie in einen absurden Kreislauf aus Formularen, Amtsstuben und gut gemeinten Ratschlägen – und scheitert immer wieder an einem System, das sie eigentlich schützen sollte. Horváth / Kristl verbinden dabei tragische Zuspitzung mit leiser, oft bitterer Komik. Die Dialoge sind pointiert, manchmal fast trocken-witzig, und gerade in ihrer Nüchternheit entsteht ein Humor, der unter die Haut geht. Zwischen Mitgefühl und feiner Ironie zeigt das Stück, wie schnell Hoffnung brüchig werden kann – und wie sehr Menschen dennoch an ihr festhalten. Ein berührendes, zugleich erstaunlich aktuelles Drama über Würde, Sehnsucht und das Ringen um ein kleines Stück Glück.