Arbeiten auf dem Friedhof | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Arbeiten auf dem Friedhof

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde die Kriegsgräberstätte auf dem örtlichen Friedhof untersucht. Hierbei wurde die Grabstätte vorsichtig geöffnet. Ehrenamtlich und hauptamtlich tätige Mitarbeiter des Volksbundes haben die dort befindlichen menschlichen Überreste untersucht und im Anschluss diese wieder würdig bestattet. Hintergrund ist, dass bis heute häufig keine vollständigen Infos zu den Opfern vorliegen und man sich durch diese Untersuchungen erhofft, weitere Personen identifizieren zu können. Die Kriegsgräberstätte ist nun wieder geschlossen und kann durch die Gemeinde neu gestaltet werden. Die Kosten übernimmt hierfür ebenfalls der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Weitere Infos zum Volksbund selbst:

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, Kriegstote im Ausland zu suchen und zu bergen, sie würdig zu bestatten und ihre Gräber zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige und berät öffentliche und private Stellen in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, auch international. Er engagiert sich in der Erinnerungskultur und fördert die Begegnung und Bildung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Heute hat der Volksbund rund 190.000 Mitglieder und Spender. Mit ihren Beiträgen und Spenden, mit Einnahmen aus Erbschaften und Vermächtnissen sowie den Erträgen aus der jährlichen Haus- und Straßensammlung finanziert der Volksbund überwiegend seine Arbeit. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder.

Der Volksbund bewahrt mit der Anlage und Erhaltung der Friedhöfe das Gedenken an die Kriegstoten. Die riesigen Gräberfelder erinnern die Lebenden an die Vergangenheit und konfrontieren sie mit den Folgen von Krieg und Gewalt. Der Volksbund bietet zahlreiche Angebote, um über die Kriegsgräberstätten und die damit verbundenen Themen und Fragestellungen zu informieren.

Bis zu 20.000 Anfragen erreichen jährlich den Volksbund. Neben den Angehörigen wenden sich vermehrt auch Historikerinnen und Historiker, Chronistinnen und Chronisten, Forscherinnen und Forscher, Autorinnen und Autoren sowie Erbenermittlerinnen und -ermittler an das Rechercheteam.

Auf seiner Internetseite www.volksbund.de hält der Volksbund unter dem Button „Gräbersuche“ Angaben zu den Gräbern von mehr als 5,4 Millionen Weltkriegstoten bereit. Diese Informationsquelle wird jährlich von mehr als hunderttausend Suchenden aus aller Welt in Anspruch genommen.